Name (Deutsch): Echter Salbei 

Botanischer Name: Salvia officinalis 

Gattung: Salvia 

Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae) 

Name im Volksmund: Salbei, Gartensalbei, Küchensalbei 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 5-7 Unterarten und Varietäten 


Anbauordnung: Kulturpflanze, Zierpflanze 

Kulturart: Kräuter 

Klimazone: Mediterrane bis gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Mai bis September 

Zehrer Art: Mittelzehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt sonnige, trockene Standorte und durchlässigen Boden; empfindlich gegen Staunässe 

Bemerkung: Immergrüner Halbstrauch, stark aromatisch, bienenfreundlich 

Bester Fundort in der Natur: Mediterrane Gebiete, steinige Hänge und sonnige Waldränder 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Rosmarin, Thymian und Lavendel, sie fördern gegenseitig Schädlingsabwehr und Wachstum 


Blütenbeschreibung: Kleine, blassviolette bis blaue Lippenblüten, in Scheinähren angeordnet 

Blattbeschreibung: Oval bis lanzettlich, graugrün, filzig behaart, aromatisch 

Stamm-/Stielbeschreibung: Verholzter, verzweigter Halbstrauch, bis 60 cm hoch 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen, selten zur Vermehrung genutzt (vegetative Vermehrung bevorzugt) 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Würzig, kampferartig, aromatisch 

Geschmack der Pflanze: Würzig, leicht bitter, aromatisch 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, wirkt abschreckend auf Blattläuse und andere Schädlinge 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 14–21 Tage 

Keimtemperatur: 18–22 °C 

Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat 12–24 Stunden in Wasser einweichen 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Februar bis April (im Haus oder Frühbeet) 

Aussaat Tiefe: 0,3–0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 30–40 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 40–50 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 


Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Steingarten, Kübel 

Idealer Boden: Locker, durchlässig, kalkhaltig, nährstoffarm bis mäßig 

pH-Wert des Bodens: 6,5–7,5 

Gießverhalten: Mäßig, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Sparsam 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Kräuterdünger in kleinen Mengen 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Küchen- und Würzkraut, Heilpflanze, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Ätherische Öle (Thujon, Cineol, Kampfer), Flavonoide, Gerbstoffe 

Anwendungsbereiche: Entzündungshemmend, antiseptisch, verdauungsfördernd, schweißtreibend 

Verabreichung: Trinken (Tee), essen, cremen, Umschläge, Tinkturen 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Blätter, Blüten 

Giftig: Nein (bei übermäßigem Gebrauch Thujon-haltig, daher Dosierung beachten) 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Andere Salbeiarten, aber durch Geruch gut unterscheidbar 


Verwendung in der Küche: Würzen von Fleisch, Geflügel, Fisch, Saucen, Suppen 

Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig und luftig 

Lagerung der Pflanze: Trocken, lichtgeschützt, luftdicht 

Das beste Rezept: Gefüllte Hähnchenbrust mit Salbei 

Die beste Speise: Kalbs- oder Schweinebraten mit Salbei 

Das beste Getränk: Salbeitee 

Die beste Beilage: Salbeibutter für Kartoffeln oder Gemüse 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Echter Salbei – *Salvia officinalis* subsp. *officinalis* 

2.     Muskatellersalbei – *Salvia officinalis* subsp. *sclarea* (oft als eigene Art *Salvia sclarea*) 

3.     Bergsalbei – *Salvia officinalis* subsp. *montana* 

4.     Kastilischer Salbei – *Salvia officinalis* subsp. *lavandulifolia* 

5.     Garten-Salbei – *Salvia officinalis* var. *hortensis* 

6.     Purpur-Salbei – *Salvia officinalis* var. *purpurascens* 

7.     Weißer Salbei – *Salvia officinalis* var. *alba* 

8.     Französischer Salbei – *Salvia officinalis* var. *franciscana* 

9.     Italienischer Salbei – *Salvia officinalis* var. *italica* 

10. Spanischer Salbei – *Salvia officinalis* var. *hispanica* 


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

-      Echter Salbei (*Salvia officinalis* subsp. *officinalis*) 

-      Muskatellersalbei (*Salvia sclarea*) 

-      Bergsalbei (*Salvia officinalis* subsp. *montana*) 


Drei selten vorkommende Unterarten: 

-      Kastilischer Salbei (*Salvia officinalis* subsp. *lavandulifolia*) 

-      Purpur-Salbei (*Salvia officinalis* var. *purpurascens*) 

-      Weißer Salbei (*Salvia officinalis* var. *alba*) 


Guter Nachbar: Rosmarin, Thymian, Lavendel (fördern gegenseitig Schädlingsabwehr) 

Schlechter Nachbar: Fenchel (hemmt Salbei) 

Beste Mischkulturen: Salbei mit Rosmarin, Thymian, Lavendel, Kohl 


Quellennachweis: 

-      "Salvia officinalis" in Flora Europaea 

-      Universität Hohenheim: Salbei Anbau und Pflege 

-      Kräuterlexikon Stiftung Warentest 

-      Diverse botanische Fachquellen und Gartenratgeber