Thymian (Thymus vulgaris) ist ein aromatisches Kraut, das zur Familie der Lippenblütler gehört und vor allem in der mediterranen Küche weit verbreitet ist. Es hat kleine, ovale Blätter und einen intensiven, leicht herben, erdigen Geschmack mit einem Hauch von Zitrone oder Kiefer. Thymian wird sowohl frisch als auch getrocknet verwendet und ist ein wichtiger Bestandteil von Gewürzmischungen wie den "Kräutern der Provence".
Name (Deutsch): Thymian
Botanischer Name: Thymus vulgaris
Gattung: Thymus
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Name im Volksmund: Echter Thymian, Gartenthymian
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 20-30 Unterarten und Varietäten
Anbauordnung: Kulturpflanze (Kräuter)
Kulturart: Kräuter
Klimazone: Gemäßigte bis mediterrane Zone
Erntezeitraum: Juni bis September
Zehrer Art: Schwachzehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt trockene, durchlässige Böden und sonnige Standorte; keine Staunässe
Bemerkung: Immergrüner Halbstrauch, bienenfreundlich
Bester Fundort in der Natur: Trockenrasen, sonnige Hänge, mediterrane Regionen
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn wie Rosmarin, Salbei und Oregano fördern gegenseitig Wachstum und Schädlingsabwehr
Blütenbeschreibung: Kleine, rosa bis lilafarbene Lippenblüten in dichten Ähren
Blattbeschreibung: Kleine, schmale, graugrüne Blätter, aromatisch
Stamm-/Stielbeschreibung: Verholzter, verzweigter Halbstrauch, ca. 20–40 cm hoch
Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen, rundlich
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Würzig, thymolhaltig
Geschmack der Pflanze: Würzig, leicht bitter
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, wirkt antibakteriell und abschreckend auf Blattläuse
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 14–21 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: März bis Mai
Aussaat Tiefe: 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 20–30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm
Samen pro Pflanzloch: 2–3
Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Steingarten
Idealer Boden: Durchlässig, kalkhaltig, nährstoffarm
pH-Wert des Bodens: 6,0–8,0
Gießverhalten: Mäßig, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Vollsonnig
Düngereinsatz: Sehr sparsam
Empfohlener Dünger: Kompost oder organischer Kräuterdünger in kleinen Mengen
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Küchen- und Würzkraut, Heilpflanze, Wildkraut
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Thymol, Carvacrol, ätherische Öle, Flavonoide
Anwendungsbereiche: Atemwegserkrankungen, Verdauungsförderung, antibakteriell, entzündungshemmend
Verabreichung: Trinken (Tee), essen, cremen, inhalieren, Tinkturen
Essbar: Ja
Welche e-Teile: Blätter und Blüten
Giftig: Nein
Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Feldthymian (Thymus serpyllum), bodendeckend, ungiftig
Verwendung in der Küche: Würzen von Fleisch, Fisch, Suppen, Eintöpfen
Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig
Lagerung der Pflanze: Trocken, lichtgeschützt, luftdicht
Das beste Rezept: Thymian-Honig-Hähnchen
Die beste Speise: Mediterrane Fleischgerichte
Das beste Getränk: Thymiantee
Die beste Beilage: Ofenkartoffeln mit Thymian
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Echter Thymian – *Thymus vulgaris*
2. Feldthymian – *Thymus serpyllum*
3. Sand-Thymian – *Thymus pulegioides*
4. Frühjahrs-Thymian – *Thymus praecox*
5. Bergthymian – *Thymus longicaulis*
6. Wolliger Thymian – *Thymus pseudolanuginosus*
7. Honig-Thymian – *Thymus herba-barona*
8. Roter Thymian – *Thymus ruber*
9. Gemeiner Thymian (Thymus vulgaris): Dies ist die am häufigsten verwendete Thymianart in der Küche. Er hat ein starkes, würziges Aroma und wird sowohl frisch als auch getrocknet verwendet.
10. Zitronenthymian (Thymus citriodorus): Diese Art hat ein intensives Zitronenaroma und passt besonders gut zu Fischgerichten, Salaten oder auch Süßspeisen. Es gibt verschiedene Unterarten mit stärkeren oder milderen Zitrusnoten.
11. Wilder Thymian / Quendel (Thymus serpyllum): Eine wild wachsende Art mit einem etwas milderen Geschmack. Quendel wird häufig als Bodendecker in Gärten verwendet, ist aber auch essbar und kann in Tees und für Kräuteranwendungen genutzt werden.
12. Silberthymian (Thymus vulgaris 'Argenteus'): Diese dekorative Thymianart hat grüne Blätter mit silbrig-weißen Rändern. Sie wird oft in Kräutergärten angebaut und hat einen etwas milderen Geschmack als der gewöhnliche Thymian.
13. Orangenthymian (Thymus fragrantissimus): Diese Thymianart hat ein leichtes Orangengeschmack-Profil und eignet sich gut für Gerichte mit Geflügel und Gemüse sowie für Desserts.
14. Kümmelthymian (Thymus herba-barona): Diese Art hat ein Aroma, das an Kümmel erinnert. Sie passt hervorragend zu herzhaften Gerichten und Brot.
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Echter Thymian (*Thymus vulgaris*)
- Feldthymian (*Thymus serpyllum*)
- Zitronenthymian (*Thymus citriodorus*)
Drei selten vorkommende Unterarten:
- Bergthymian (*Thymus longicaulis*)
- Wolliger Thymian (*Thymus pseudolanuginosus*)
- Roter Thymian (*Thymus ruber*)
Guter Nachbar: Rosmarin, Salbei, Oregano, Lavendel
Schlechter Nachbar: Fenchel (hemmt das Wachstum von Thymian)
Quellennachweis:
- mein-schoener-garten.de
- wikipedia.org
- krautundrueben.de
- kiepenkerl.de
- feey-pflanzen.de
- meine-ernte.de