Das Franzosenkraut ist eine schnell wachsende, einjährige Wildpflanze, die oft als Unkraut gilt, aber auch als essbares Wildgemüse geschätzt wird. Es ist anpassungsfähig und kommt häufig in Gärten, auf Feldern und an Wegrändern vor.

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Name (Deutsch): Franzosenkraut 

Botanischer Name: Galinsoga parviflora 

Gattung: Galinsoga 

Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae) 

Name im Volksmund: Franzosenkraut, Kleine Galinsoga, Straßenschwamm 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine offiziell anerkannten Unterarten, meist als eigenständige Art geführt 

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Anbauordnung: Wildpflanze, gelegentlich als Kulturpflanze in Wildkräutergärten 

Kulturart: Wildkraut / Gemüse 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Mai bis Oktober 

Zehrer Art: Mittel Zehrer 

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Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Sehr konkurrenzstark und schnell wachsend, kann Kulturen überwuchern 

Bemerkung: Wird in einigen Regionen als Wildgemüse genutzt, besonders junge Triebe und Blätter 

Bester Fundort in der Natur: Gärten, Ackerränder, Ruderalflächen, Wegränder 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich mit vielen Gemüsekulturen, kann aber Nährstoffe stark beanspruchen 

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Blütenbeschreibung: Kleine, weiße Blüten mit gelbem Zentrum, in lockeren Doldenständen 

Blattbeschreibung: Kleine, eiförmige bis lanzettliche Blätter, grün, leicht behaart 

Stamm-/Stielbeschreibung: Schwacher, verzweigter Stängel, weich behaart, bis 30 cm hoch 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen mit feinen Härchen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 

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Geruch der Pflanze: Schwach, frisch 

Geschmack der Pflanze: Mild, leicht würzig 

Lebenszeitspanne: Einjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Unterstützt Nützlinge, keine direkte Schädlingsabwehr 

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Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: Ca. 5-10 Tage 

Keimtemperatur: 15–22 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: Ca. 2-3 Jahre 

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Aussaatzeitraum: Frühling (März bis Mai) und Sommer (Juli bis August) 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,3-0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 10-15 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 15-20 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2-3 

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Bevorzugte Beet Art: Wildkräuterbeet, Mischkultur, Naturgarten 

Idealer Boden: Locker, nährstoffreich, humos 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

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Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Sonne bis Halbschatten 

Düngereinsatz: Mittel, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost 

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Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 

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Krautzuordnung: Wildkraut, Gemüse, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja (traditionell) 

Wirkstoffe: Flavonoide, ätherische Öle, Saponine 

Anwendungsbereiche: Entzündungshemmend, verdauungsfördernd, äußerlich bei Hautproblemen 

Verabreichung: Essen (roh, gekocht), Tee, Umschläge 

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Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Junge Blätter und Triebe 

Giftig: Nein 

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Ähnlich mit anderen kleinen Korbblütlern, z.B. Gänseblümchen, aber durch Blattform und Blütenfarbe unterscheidbar 

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Verwendung in der Küche: Roh in Salaten, gekocht als Gemüse, in Suppen 

Beste Haltbarmachung: Frisch verbrauchen oder blanchieren und einfrieren 

Lagerung der Pflanze: Kühl, feucht 

Das beste Rezept: Wildkräutersalat mit Franzosenkraut 

Die beste Speise: Gedünstetes Wildgemüse mit Franzosenkraut 

Das beste Getränk: Franzosenkraut-Tee 

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10 Unterarten/Sorten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

Galinsoga parviflora wird meist als eigenständige Art ohne viele Unterarten geführt, jedoch gibt es nahe verwandte Arten: 

1.      Galinsoga parviflora 

2.      Galinsoga quadriradiata 

3.      Galinsoga ciliata 

4.      Galinsoga boliviensis 

5.      Galinsoga longiflora 

6.      Galinsoga caligensis 

7.      Galinsoga macrocephala 

8.      Galinsoga urticifolia 

9.      Galinsoga antillana 

10.   Galinsoga quadriradiata var. scabra 

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Drei häufig vorkommende Arten: 

-      Galinsoga parviflora 

-      Galinsoga quadriradiata 

-      Galinsoga ciliata 

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Drei seltene Arten: 

-      Galinsoga boliviensis 

-      Galinsoga caligensis 

-      Galinsoga macrocephala 

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Guter Nachbar: Karotten, Zwiebeln, Salate (fördern Wachstum und Schädlingsabwehr) 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Nährstoffe stark entziehen 

Beste Mischkulturen: Gemüse und Kräuter mit ähnlichen Standortansprüchen 

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Quellennachweis: 

-      Flora Europaea, Band 5 

-      P. Schmeil, A. Fitschen: Flora von Deutschland 

-      Bundesamt für Naturschutz (BfN) – Artensteckbrief Galinsoga parviflora 

-      Diverse botanische Fachbücher und Wildkräuterführer