Kamille (Matricaria chamomilla) ist eine beliebte Heilpflanze, die für ihre beruhigenden und heilenden Eigenschaften geschätzt wird. Hier sind einige wichtige Informationen und Verwendungsmöglichkeiten:

Vorsicht Kamille ist in der Regel unbedenklich, sollte jedoch von Menschen mit Allergien gegen Korbblütler (z. B. Arnika, Ringelblume) vorsichtig verwendet werden.


Name (Deutsch): Kamille, Echte Kamille 

Botanischer Name: Matricaria chamomilla (auch Matricaria recutita) 

Gattung: Matricaria 

Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae) 

Name im Volksmund: Echte Kamille, Feldkamille, deutsche Kamille 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2-3 Unterarten und Varietäten, wobei *Matricaria chamomilla* die wichtigste ist 


Anbauordnung: Kulturpflanze (Kräuter) 

Kulturart: Kräuter 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Mai bis August 

Zehrer Art: Schwach- bis Mittel Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt sonnige, mäßig trockene Standorte; keine Staunässe 

Bemerkung: Einjährige, aromatische Heilpflanze mit hoher Bedeutung in der Naturheilkunde 

Bester Fundort in der Natur: Getreidefelder, Wiesen, Ruderalflächen, sonnige, trockene Böden 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Fördert Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen, gute Nachbarn sind Kohl, Gurken, Tomaten 

Was sind die besten Mischkulturen: Kohl, Gurken, Tomaten, Karotten 


Blütenbeschreibung: Weiße Zungenblüten um gelbe Scheibenblüten, korbförmige Blütenköpfe 

Blattbeschreibung: Fein gefiedert, grün, weich behaart 

Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, hohler Stängel, 15–50 cm hoch 

Samenbeschreibung: Kleine, längliche, braune Samen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Typisch aromatisch, leicht süßlich, krautig 

Geschmack der Pflanze: Mild, aromatisch, leicht bitter 

Lebenszeitspanne: Einjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Lockt Nützlinge an, wirkt abschreckend auf Blattläuse und andere Schädlinge 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 7–14 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: März bis Mai 

Aussaat Tiefe: 0,3–0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 15–20 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 20–30 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 


Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Gemüsebeet, Freiflächen 

Idealer Boden: Locker, nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

Gießverhalten: Mäßig, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig 

Düngereinsatz: Gering, organisch bevorzugt 

Empfohlener Dünger: Kompost oder organischer Kräuterdünger in kleinen Mengen 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Heilpflanze, Küchen- und Wildkraut 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Ätherisches Öl (Chamazulen, Bisabolol), Flavonoide, Schleimstoffe 

Anwendungsbereiche: Entzündungshemmend, krampflösend, beruhigend, bei Magen-Darm-Beschwerden, Hautentzündungen 

Verabreichung: Trinken (Tee), cremen, Umschläge, Inhalieren, Tinkturen 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Blüten, Blätter 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Ungiftige Kamillenarten wie die römische Kamille (*Anthemis nobilis*), die ähnliche Blüten hat 


Verwendung in der Küche: Aromatisieren von Tees, Süßspeisen und Salaten 

Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig und luftig 

Lagerung der Pflanze: Trocken, lichtgeschützt, luftdicht 

Das beste Rezept: Kamillentee mit Honig 

Die beste Speise: Frische Salate mit Kamillenblüten 

Das beste Getränk: Kamillentee 

Die beste Beilage: Leichte, milde Gerichte 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

1.     Echte Kamille – *Matricaria chamomilla*

2.     Römische Kamille – *Anthemis nobilis* (oft verwechselt, aber eigene Gattung)

3.     Feldkamille – *Matricaria discoidea*

4.     Spitzkamille – *Matricaria matricarioides*

5.     Strandkamille – *Matricaria maritima*

6.     Gelbe Kamille – *Matricaria aurea*

7.     Pyrenäen-Kamille – *Matricaria pyrenaica*

8.     Alpen-Kamille – *Matricaria alpina*

9.     Sand-Kamille – *Matricaria arenaria*

10. Berg-Kamille – *Matricaria montana*


Drei häufig vorkommende Unterarten: 

  • -      Echte Kamille (*Matricaria chamomilla*) 
  • -      Feldkamille (*Matricaria discoidea*) 
  • -      Römische Kamille (*Anthemis nobilis*) 

Drei selten vorkommende Unterarten: 

  • -      Pyrenäen-Kamille (*Matricaria pyrenaica*) 
  • -      Alpen-Kamille (*Matricaria alpina*) 
  • -      Sand-Kamille (*Matricaria arenaria*) 

Guter Nachbar: Kohl, Gurken, Tomaten, Möhren 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Kamille verdrängen können 

Was sind die besten Mischkulturen: Kamille mit Kohl, Gurken, Tomaten und Möhren zur Förderung von Wachstum und Schädlingsabwehr 


Quellennachweis: 

  • -      „Pflanzenportrait: Kamille“ – Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) 
  • -      „Kräuter in Garten und Küche“ – Ulmer Verlag 
  • -      „Flora Europaea“ – Royal Botanic Gardens, Kew 
  • Diverse Kräuter- und Gartenratgeber