Die Zitronenmelisse ist ein echtes Multitalent unter den Heilkräutern und eine perfekte Bereicherung für jede Küche und Hausapotheke. Als wohltuender Tee oder als erfrischendes Küchengewürz überzeugt sie durch ihren angenehmen Geschmack und ihre vielseitigen gesundheitlichen Vorteile.


Name (Deutsch): Melisse, Zitronenmelisse 

Botanischer Name: Melissa officinalis 

Gattung: Melissa 

Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae) 

Name im Volksmund: Zitronenmelisse, Melisse 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2–3 Unterarten bzw. Varietäten, überwiegend *Melissa officinalis* und wenige nahe Verwandte[3][6]


Anbauordnung: Kulturpflanze (Kräuter), Zierpflanze 

Kulturart: Kräuter 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: Juni bis September 

Zehrer Art: Mittel Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Breitet sich stark aus; am besten in abgegrenzten Beeten oder Töpfen kultivieren, da sie invasiv werden kann[7] 

Bemerkung: Sehr bienenfreundlich, aromatisch, mehrjährig 

Bester Fundort in der Natur: Gärten, Waldränder, lichte Hecken, sonnige Standorte mit humosem Boden 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Kohl, Tomate, Gurke; fördert Nützlinge und schützt vor Schädlingen[7]

was sind die besten Mischkulturen:


Blütenbeschreibung: Kleine, weiße bis blassrosa Lippenblüten, in Ähren oder Trauben 

Blattbeschreibung: Herzförmig, gezähnt, grün, stark zitronig duftend 

Stamm-/Stielbeschreibung: Vierkantige, aufrechte Stängel, leicht behaart 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd 


Geruch der Pflanze: Frisch zitronig, aromatisch 

Geschmack der Pflanze: Mild zitronig, frisch 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Lockt Nützlinge an, wirkt abschreckend auf Blattläuse und andere Schädlinge[7]


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 10–21 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: März bis Mai 

Aussaat Tiefe: 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 20–30 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 


Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Halbschattige bis sonnige Beete 

Idealer Boden: Locker, humos, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5 

Gießverhalten: Mäßig feucht, Staunässe vermeiden 

Sonnenbedarf: Halbschattig bis sonnig 

Düngereinsatz: Mittel 

Empfohlener Dünger: Organischer Dünger oder Kompost 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein


Krautzuordnung: Küchen- und Würzkraut, Heilpflanze, Gartenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Ätherische Öle (Citral, Geraniol), Flavonoide, Tannine 

Anwendungsbereiche: Beruhigend, krampflösend, antiviral, bei Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen 

Verabreichung: Trinken (Tee), essen, cremen, Tinkturen 


Essbar: Ja 

Welche e-Teile: Blätter und Blüten 

Giftig: Nein 

Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Zitronenmelisse kann mit anderen Lippenblütlern wie Zitronenthymian verwechselt werden, die aber andere Blattstruktur und Geruch haben


Verwendung in der Küche: Tee, Salate, Desserts, Getränke, Saucen 

Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet an schattigem, luftigen Ort 

Lagerung der Pflanze: Trocken, dunkel, luftdicht 

Das beste Rezept: Zitronenmelissen-Tee oder Zitronenmelissen-Sirup 

Die beste Speise: Frische Salate mit Melisse 

Das beste Getränk: Zitronenmelissen-Tee oder Minz-Melisse-Limonade 

Die beste Beilage: Leichte Sommersalate 


10 Unterarten/Varietäten in Europa (deutscher und botanischer Name):

1.     Zitronenmelisse – *Melissa officinalis* 

2.     Varietät *Melissa officinalis var. altissima* 

3.     Varietät *Melissa officinalis var. inodora* 

4.     Varietät *Melissa officinalis var. citrata* 

5.     Wildmelisse – *Melissa parviflora* (selten) 

6.     Zitronenmelisse mit starkem Aroma – *Melissa officinalis var. robusta* 

7.     Zitronenmelisse mit schwachem Aroma – *Melissa officinalis var. microphylla* 

8.     Zitronenmelisse mit großblättrigem Wuchs – *Melissa officinalis var. grandiflora* 

9.     Zitronenmelisse mit kleinem Wuchs – *Melissa officinalis var. pumila* 

10. Zitronenmelisse mit verzweigtem Wuchs – *Melissa officinalis var. ramulosa* 


Drei häufig vorkommende Unterarten:

-      Zitronenmelisse (*Melissa officinalis*) 

-      Varietät *Melissa officinalis var. altissima* 

-      Varietät *Melissa officinalis var. citrata* 


Drei selten vorkommende Unterarten:

-      Wildmelisse (*Melissa parviflora*) 

-      Varietät *Melissa officinalis var. inodora* 

-      Varietät *Melissa officinalis var. microphylla* 


Guter Nachbar: Kohl, Tomate, Gurke (fördert Schädlingsabwehr und Wachstum) 

Schlechter Nachbar: Fenchel (kann Wachstum hemmen) 


Zitronenmelisse ist eine vielseitige Heilpflanze mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen. Sie ist nicht nur ein mildes Beruhigungsmittel, sondern auch ein aromatischer Begleiter in der Küche und ein bewährtes Naturheilmittel. Ob als Tee, Gewürz oder in kosmetischen Anwendungen – Zitronenmelisse bereichert das Leben mit ihrem erfrischenden Aroma und ihrer wohltuenden Wirkung auf Körper und Geist.


Quellennachweis: 

- mein-schoener-garten.de 

- wikipedia.org 

- krautundrueben.de 

- pflanzen-lexikon.com 

- feey-pflanzen.de