Name (Deutsch): Petersilie
Botanischer Name: Petroselinum crispum
Gattung: Petroselinum
Pflanzenfamilie: Doldenblütler (Apiaceae)
Name im Volksmund: Petersilie, Glatte Petersilie, Krause Petersilie
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: 2 Hauptunterarten (Glatte und Krause Petersilie), dazu einige Varietäten
Anbauordnung: Kulturpflanze (Kräuter)
Kulturart: Kräuter
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Mai bis Oktober (je nach Aussaat und Standort)
Zehrer Art: Mittelzehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Keimung kann lange dauern (bis zu 3 Wochen); benötigt gleichmäßige Bodenfeuchte und halbschattigen bis sonnigen Standort
Bemerkung: Sehr beliebtes Würzkraut, zweijährig, oft als einjährige Kultur angebaut
Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich Mittelmeerraum, heute in Gärten und Kulturlandschaften weit verbreitet
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Tomaten, Karotten und Spargel; Petersilie fördert deren Wachstum und kann Schädlingsbefall reduzieren
Blütenbeschreibung: Kleine, gelblich-weiße Doldenblüten
Blattbeschreibung: Glatt oder kraus, dunkelgrün, aromatisch
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, hohler Stängel, grün, bis 50 cm hoch
Samenbeschreibung: Kleine, braune, runde Samen
Art der Wurzler: Pfahlwurzel, tiefreichend
Geruch der Pflanze: Frisch, würzig, aromatisch
Geschmack der Pflanze: Würzig, frisch, leicht bitter
Lebenszeitspanne: Zweijährig (in Kultur oft einjährig)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, kann Blattläuse abschrecken
Keimer Art: Dunkelkeimer
Keimdauer: 14–28 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Samen über Nacht in Wasser einweichen fördert Keimung
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: März bis Juni
Aussaat Tiefe: 0,5–1 cm
Abstand in der Reihe: 20–30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 30–40 cm
Samen pro Pflanzloch: 2–3
Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Gemüsebeet
Idealer Boden: Locker, humos, nährstoffreich, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,0
Gießverhalten: Gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Halbschattig bis sonnig
Düngereinsatz: Mittel, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Kräuterdünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Küchen- und Würzkraut, Heilpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Ätherische Öle (Apiol, Myristicin), Flavonoide, Vitamin C, Folsäure
Anwendungsbereiche: Verdauungsfördernd, entwässernd, entzündungshemmend, blutreinigend
Verabreichung: Essen, Tee, Tinkturen, Umschläge
Essbar: Ja
Welche e-Teile: Blätter, Stängel
Giftig: Nein
Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Gefleckter Schierling (hochgiftig, aber andere Blattstruktur, Geruch)
Verwendung in der Küche: Frisch oder getrocknet für Suppen, Salate, Saucen, Kräuterbutter
Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet oder frisch eingefroren
Lagerung der Pflanze: Kühl, dunkel, luftdicht (getrocknet) oder frisch im Kühlschrank
Das beste Rezept: Petersilienkartoffeln
Die beste Speise: Frische Kräuterquark mit Petersilie
Das beste Getränk: Petersilientee
Die beste Beilage: Petersilienkartoffeln
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Glatte Petersilie – *Petroselinum crispum* var. *neapolitanum*
2. Krause Petersilie – *Petroselinum crispum* var. *crispum*
3. Wurzelpetersilie – *Petroselinum crispum* var. *tuberosum*
4. Gartenpetersilie – *Petroselinum crispum* (allgemeine Kulturform)
5. Italienische Petersilie – *Petroselinum crispum* var. *neapolitanum*
6. Schnittpetersilie – *Petroselinum crispum* var. *latifolium*
7. Breitblättrige Petersilie – *Petroselinum crispum* var. *latifolium*
8. Krause Blattpetersilie – *Petroselinum crispum* var. *crispum*
9. Wurzel-Petersilie (Möhrenpetersilie) – *Petroselinum crispum* var. *tuberosum*
10. Wildpetersilie – *Petroselinum segetum* (verwandt)
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Glatte Petersilie (*Petroselinum crispum* var. *neapolitanum*)
- Krause Petersilie (*Petroselinum crispum* var. *crispum*)
- Wurzelpetersilie (*Petroselinum crispum* var. *tuberosum*)
Drei selten vorkommende Unterarten:
- Schnittpetersilie (*Petroselinum crispum* var. *latifolium*)
- Breitblättrige Petersilie (*Petroselinum crispum* var. *latifolium*)
- Wildpetersilie (*Petroselinum segetum*)
Guter Nachbar: Tomaten, Karotten, Spargel, Mais (fördern gegenseitig Wachstum und Schädlingsabwehr)
Schlechter Nachbar: Fenchel (hemmt Petersilie)
Beste Mischkulturen: Petersilie mit Tomaten, Karotten, Spargel, Mais
Quellennachweis:
- "Petersilie" in Flora Europaea
- "Kräuterlexikon" Stiftung Warentest
- "Petersilie - Anbau und Pflege", Universität Hohenheim
- Diverse botanische Fachquellen und Kräuterbücher