Der Acker-Fuchsschwanz ist ein einjähriges Gras, das vor allem als eines der wichtigsten Getreideunkräuter in Europa gilt. Er wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, feuchten Böden und kann erhebliche Ertragsverluste in Getreidefeldern verursachen.
Name (Deutsch): Acker-Fuchsschwanz
Botanischer Name: Alopecurus myosuroides
Gattung: Alopecurus
Pflanzenfamilie: Süßgräser (Poaceae)
Name im Volksmund: Schwarzer Fuchsschwanz, Ackerschwanzgras
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine offiziell anerkannten Unterarten, Art wird einheitlich geführt
Anbauordnung: Wildpflanze, häufiges Kulturunkraut in Getreidefeldern
Kulturart: Wiesenpflanze / Unkraut
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Blütezeit Mai bis Juli (keine Ernte, da Unkraut)
Zehrer Art: Starkzehrer (entzieht Kulturpflanzen Nährstoffe)
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Sehr konkurrenzfähiges Unkraut, das Resistenz gegen viele Herbizide entwickelt hat
Bemerkung: Einjährig, bildet dichte Bestände, die Ernteerträge stark mindern können
Bester Fundort in der Natur: Ackerrandbereiche, Getreidefelder, feuchte und nährstoffreiche Böden
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich schlecht mit Kulturpflanzen, stark konkurrenzierend
Blütenbeschreibung: Dichte, zylindrische, gelblich-braune Ähren (ähnlich einem Fuchsschwanz), Blütenstände sind lang und schmal
Blattbeschreibung: Schmale, linealische Blätter, oft mit rauer Oberfläche und bläulicher Färbung
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, hohler Stängel, bis 60 cm hoch, oft leicht behaart
Samenbeschreibung: Kleine, braune, längliche Samen mit glatter Oberfläche
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Neutral, grasartig
Geschmack der Pflanze: Nicht essbar, bitter
Lebenszeitspanne: Einjährig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Förderung von Fruchtfolgen und mechanische Bodenbearbeitung zur Reduzierung von Samenbank
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: Ca. 7–14 Tage
Keimtemperatur: 10–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: Bis zu 5 Jahre im Boden
Aussaatzeitraum: Nicht kultiviert, aber Keimung im Frühjahr
Aussaat Tiefe: Keimt bevorzugt in oberster Bodenschicht (0–2 cm)
Abstand in der Reihe: Nicht relevant
Abstand zur nächsten Pflanze: Nicht relevant
Samen pro Pflanzloch: Nicht relevant
Bevorzugte Beet Art: Ackerkulturen, vor allem Getreide
Idealer Boden: Feuchte, nährstoffreiche, meist lehmige Böden
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Mäßig feucht bevorzugt
Sonnenbedarf: Vollsonnig
Düngereinsatz: Keine direkte Düngung, aber starke Konkurrenz um Nährstoffe
Empfohlener Dünger: Nicht relevant
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Unkraut, Wiesenpflanze
Mit Heilwirkung: Nein
Wirkstoffe: Keine bekannten Heilwirkstoffe
Anwendungsbereiche: Nicht medizinisch genutzt
Verabreichung: Nicht relevant
Essbar: Nein
Welche essbaren Teile: Keine
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine
Verwechslungsgefahr mit: Ähnlichen Fuchsschwanz-Arten (z.B. Alopecurus geniculatus)
Verwendung in der Küche: Nicht verwendet
Beste Haltbarmachung: Nicht relevant
Lagerung der Pflanze: Nicht relevant
Das beste Rezept: Nicht anwendbar
Die beste Speise: Nicht anwendbar
Das beste Getränk: Nicht anwendbar
Die beste Beilage: Nicht anwendbar
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
- Keine offiziell anerkannten Unterarten vorhanden
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- Nicht definiert
Drei seltenste Unterarten:
- Nicht definiert
Guter Nachbar: Winterweizen (in Mischkultur zur Unterdrückung)
Schlechter Nachbar: Stark konkurrenzfähige Unkräuter wie Quecke
Beste Mischkulturen: Fruchtfolgen mit Hülsenfrüchten und Zwischenfrüchten zur Unterdrückung
Quellennachweis:
- Julius Kühn-Institut (JKI)
- Bayer Crop Science
- Flora Europaea
- Pflanzen-Informationssysteme wie FloraWeb und Botanik im Bild
- Fachliteratur zu Unkrautmanagement im Getreide