Bärenfellgras eignet sich perfekt für den Steingarten und besticht mit seinem kissenförmigen Wuchs und "bärenartigem" Fell. So pflanzen und pflegen Sie das Ziergras richtig.
Bärenfellgras (Festuca gautieri, früher Festuca scoparia), auch Bärenfell-Schwingel genannt, ist eine von 50 Schwingel-Arten (Festuca) aus der Familie der Süßgräser (Poaceae).
Das immergrüne Ziergras Festuca gautieri kommt ursprünglich auf Schotterflächen und Felsrasen in Südwestfrankreich und Nordostspanien vor – daher auch der alternative Name Pyrenäen-Schwingel.
Das ausdauernde Gras wächst kompakt, kissenförmig und bildet flache, breit polsterförmige Horste aus. Das Ziergras wird zwischen 10 und 20 Zentimeter hoch, die Blütenrispen erreichen Höhen von 20 und 30 Zentimeter.
Das Bärenfellgras ist ein attraktives, immergrünes Ziergras, das besonders für Steingärten, Trockenbeete und naturnahe Pflanzungen geschätzt wird. Es zeichnet sich durch seine dichte, kompakte Wuchsform und die weichen, filzigen Blätter aus.
Name (Deutsch): Bärenfellgras
Botanischer Name: Festuca gautieri (früher Festuca scoparia)
Gattung: Festuca
Pflanzenfamilie: Süßgräser (Poaceae)
Name im Volksmund: Bärenfellgras, Teppich-Schwingel
Wie viele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2–3 Unterarten bzw. Varietäten, genaue Zahl variiert
Anbauordnung: Kulturpflanze, Zierpflanze
Kulturart: Gras, Bodendecker
Klimazone: Gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Nicht relevant (Zierpflanze)
Zehrer Art: Schwachzehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Verträgt Trockenheit gut, benötigt gut durchlässigen Boden; Staunässe vermeiden
Bemerkung: Immergrün, bildet dichte Polster, ideal für sonnige bis halbschattige Standorte
Bester Fundort in der Natur: Gebirge Südwest-Europas, insbesondere Pyrenäen und südliche Alpen
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit anderen Trockenheits- und Steingartenpflanzen, fördert Bodenschutz
Blütenbeschreibung: Kleine, unscheinbare Rispenblüten, meist im Sommer
Blattbeschreibung: Dicht, schmal, filzig behaart, blaugrün bis silbrig
Stamm-/Stielbeschreibung: Kurze, dichte Horste, aufrechte Halme
Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Neutral bis leicht grasartig
Geschmack der Pflanze: Nicht essbar
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, langlebig
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Robust, kaum Schädlingsbefall
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 10–20 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling bis Sommer
Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm
Abstand in der Reihe: 15–20 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 20–30 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Steingarten, Trockenbeet, naturnaher Garten
Idealer Boden: Durchlässig, sandig bis kiesig
pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5
Gießverhalten: Trockenheitsverträglich, mäßig gießen
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Wenig bis kein Dünger notwendig
Empfohlener Dünger: Leicht organisch, z.B. Kompost
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Ziergras, Bodendecker
Mit Heilwirkung: Nein
Wirkstoffe: Keine bekannt
Anwendungsbereiche: Zierpflanze
Verabreichung: Nicht anwendbar
Essbar: Nein
Welche essbaren Teile: Keine
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine
Verwechslungsgefahr mit: Ähnliche Festuca-Arten, jedoch unproblematisch
Verwendung in der Küche: Nicht geeignet
Beste Haltbarmachung: Nicht relevant
Lagerung der Pflanze: Gartenpflanze, im Freien oder frostfrei überwintern
Das beste Rezept: Nicht anwendbar
Die beste Speise: Nicht anwendbar
Das beste Getränk: Nicht anwendbar
Die beste Beilage: Nicht anwendbar
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Festuca gautieri subsp. gautieri
2. Festuca gautieri subsp. scoparia (synonym)
3. Festuca gautieri var. glauca
4. Festuca gautieri var. nana
5. Festuca gautieri subsp. pyrenaica
(weitere Unterarten sind wenig dokumentiert und regional begrenzt)
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- - Festuca gautieri subsp. gautieri
- - Festuca gautieri var. glauca
- - Festuca gautieri var. nana
Drei seltenste Unterarten:
- - Festuca gautieri subsp. pyrenaica
- - Weitere seltene regionale Varietäten
Guter Nachbar: Sedum, Sempervivum, Thymian, Lavendel
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Schatten werfen
Beste Mischkulturen: Steingartenpflanzen, Kräuter, Trockenstauden
Quellennachweis:
- - Mein schöner Garten
- - FloraWeb (BfN)
- - Hortipendium.de
- - Pflanzen-lexikon.com
- - Wikipedia (Festuca gautieri)