Bastard-Gänsefuß (Chenopodium hybridum (auch Chenopodiastrum hybridum)  )

Der Bastard-Gänsefuß ist eine einjährige krautige Pflanze, die meist Wuchshöhen zwischen 30 und 80 cm erreicht und oberhalb mit abstehenden Zweigen besetzt ist. Die Blätter sind breit bis länglich sieben- bis neuneckig, zugespitzt und am Grund gestutzt bis herzförmig[1][2][3].


Name (Deutsch): Bastard-Gänsefuß 

Botanischer Name:

·         Chenopodium hybridum (auch Chenopodiastrum hybridum) 

Gattung: Chenopodium 

Pflanzenfamilie: Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) 

Name im Volksmund: Saumelde, Sautod-Gänsefuß, Ahorn-Gänsefuß 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa:

·         Keine eindeutige Zahl in den Quellen, meist wird keine differenzierte Unterartenzahl genannt, da die Art selbst schon eine Bastardform ist[4]

 


Anbauordnung: Wildpflanze, gelegentlich als Unkraut in Kulturflächen 

Kulturart: Wiesenpflanze, Ruderalpflanze 

Klimazone: Gemäßigte Zone, bevorzugt wärmeliebende Standorte 

Erntezeitraum: Juni bis August (Blütezeit)[4] 

Zehrer Art: Schwach- bis Mittel Zehrer 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze:

-      Nicht giftig, aber oft mit anderen Gänsefußarten verwechselt, die teilweise als ungenießbar gelten können[5] 

Bemerkung:

-      Einjährig, kann zwei Generationen pro Jahr hervorbringen, bevorzugt nährstoffreiche, lockere und meist kalkhaltige Böden[6][7] 

Bester Fundort in der Natur:

-      Hackfruchtäcker, Weingärten, Ruderalstellen, warme Standorte mit mittlerer Feuchte[4][8] 

Beipflanzung und ihre Auswirkung:

-      Verträgt sich gut mit Kulturpflanzen, keine besonderen negativen Effekte bekannt   


Blütenbeschreibung:

-      Kleine, unscheinbare grünliche Blüten in dichten, traubigen Blütenständen, wenig Mehlstaub vorhanden[1][9] 

Blattbeschreibung:

-      Eiförmig bis dreieckig, breit sieben- bis neuneckig, zugespitzt, am Grund gestutzt bis herzförmig[1][3] 

Stamm-/Stielbeschreibung:

-      Aufrechter, verzweigter Stängel mit abstehenden Zweigen, meist kahl bis leicht behaart[1][2] 

Samenbeschreibung:

-      Kleine, dunkelbraune bis schwarze Samen, glatt, rundlich[2] 

Art der Wurzler:

-      Tiefwurzelnd, Wurzeln können bis zu 120 cm tief reichen[7]  


Geruch der Pflanze: Neutral bis schwach erdig 

Geschmack der Pflanze: Mild, nicht bitter 

Lebenszeitspanne: Einjährig 

Ökologische Schädlingsbekämpfung:

-      Keine direkte Nutzung bekannt, aber als Wildpflanze wichtig für Insektenvielfalt 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: Ca. 7–14 Tage 

Keimtemperatur: 15–20 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: Ca. 2–3 Jahre 

 


Aussaatzeitraum: Frühling bis Frühsommer 

Aussaat Tiefe: Flach, ca. 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 10–15 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 15–20 cm 

Samen pro Pflanzloch: 1–2   


Bevorzugte Beet Art:

-      Lockerer, nährstoffreicher Boden in Gärten oder Wildgärten 

Idealer Boden:

-      Lehmige bis sandige, gut durchlässige Böden mit mäßiger Feuchtigkeit 

pH-Wert des Bodens: 6,0–7,5, kalkliebend 

Gießverhalten: Mäßig, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig 

Düngereinsatz: Gering, da Wildpflanze meist genügsam 

Empfohlener Dünger: Organischer Dünger, Kompost


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein   


Krautzuordnung: Wildkraut, Wiesenpflanze, Unkraut 

Mit Heilwirkung: Nein 

Wirkstoffe: Keine bedeutenden Wirkstoffe bekannt 

Anwendungsbereiche: Keine medizinische Nutzung 

Verabreichung: Nicht relevant   


Essbar: Ja (junge Blätter und Samen in kleinen Mengen) 

Welche essbaren Teile: Junge Blätter, Samen 

Giftig: Nein

Welche giftigen Teile: Keine 

Verwechslungsgefahr mit:

Anderen Gänsefußarten, die teilweise giftig oder ungenießbar sind  


Verwendung in der Küche:

-      Selten, junge Blätter können wie Spinat verwendet werden 

Beste Haltbarmachung: Frisch oder leicht blanchiert und eingefroren 

Lagerung der Pflanze: Kühl und trocken 

Das beste Rezept: Blattgemüse wie Spinat zubereiten 

Die beste Speise: Gekochtes Blattgemüse 

Das beste Getränk: Nicht relevant 

Die beste Beilage: Kartoffeln, Hülsenfrüchte   


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

-      Keine eindeutige Liste verfügbar, da Bastard-Gänsefuß meist als eigenständige Art ohne klar abgegrenzte Unterarten geführt wird[4]  


Drei häufig vorkommende Unterarten:

-      Nicht eindeutig definiert  


Drei seltenste Unterarten:

-      Nicht eindeutig definiert  


Guter Nachbar: Getreide, Hülsenfrüchte (fördert Bodenlockerung) 

Schlechter Nachbar:

-      Stark konkurrenzfähige Unkräuter wie Quecke oder Ampfer 

Beste Mischkulturen:

-      Getreide mit Hülsenfrüchten, Mischkulturen mit Gemüsearten  


Quellennachweis: 

-      [1] Infoflora 

-      [2] Unkraeuter.info 

-      [3] Pflanzen-Vielfalt.net 

-      [4] Bedlan.at PDF 

-      [5] BASF Agricultural Solutions 

-      [6] Pflanzen-Deutschland.de 

-      [7] Burgenland Flora 

-      [8] Ökologie-Seite 

-      [9] Pflanzenstimmung.de