Name (Deutsch): Scharbockskraut 

Botanischer Name: Ficaria verna (synonym Ranunculus ficaria) 

Gattung: Ficaria 

Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) 

Name im Volksmund: Scharbockskraut, Frühlings-Hahnenfuß, Butterblume 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 2-4 Unterarten und Varietäten 


Anbauordnung: Wildpflanze, Kulturpflanze (Wald- und Wiesenpflanze) 

Kulturart: Wiesenpflanze, Wildkraut 

Klimazone: Gemäßigte Zone 

Erntezeitraum: März bis Mai 

Zehrer Art: Schwach Zehrer


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Vermehrt sich stark und kann andere Pflanzen verdrängen; enthält giftige Protoanemonin, das durch Kochen zerstört wird 

Bemerkung: Wird traditionell als Vitamin-C-Lieferant gegen Skorbut genutzt (daher der Name) 

Bester Fundort in der Natur: Feuchte Wiesen, Waldränder, schattige Böden 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich mit anderen Frühjahrsblühern, kann aber stark wuchern und Flächen dominieren 


Blütenbeschreibung: Kleine, gelbe, glänzende Blüten mit 8–12 Blütenblättern, Blütezeit März bis Mai 

Blattbeschreibung: Herzförmige, glänzende, dunkelgrüne Blätter, oft mit fleckiger Zeichnung 

Stamm-/Stielbeschreibung: Kurze, fleischige Stängel, meist bodennah 

Samenbeschreibung: Kleine, braune Nüsschen in Sammelfrüchten 

Art der Wurzler: Flachwurzelnd, Knollenbildend 


Geruch der Pflanze: Schwach, leicht herb 

Geschmack der Pflanze: Milder, leicht säuerlicher Geschmack, roh leicht giftig 

Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart 

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Bodengesundheit, keine bedeutenden Schädlinge bekannt 


Keimer Art: Lichtkeimer 

Keimdauer: 14–28 Tage 

Keimtemperatur: 10–18 °C 

Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig 

Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre 


Aussaatzeitraum: Frühling oder Herbst 

Aussaat Tiefe: 0,5 cm 

Abstand in der Reihe: 15–20 cm 

Abstand zur nächsten Pflanze: 20–30 cm 

Samen pro Pflanzloch: 2–3 


Bevorzugte Beet Art: Schattenbeet, Wildkrautbeet, Wiesenbeet 

Idealer Boden: Humos, feucht, gut durchlässig 

pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0 

Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe 

Sonnenbedarf: Halbschatten bis Schatten 

Düngereinsatz: Gering bis moderat 

Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Dünger 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Wildkraut, Heilpflanze, Wiesenpflanze 

Mit Heilwirkung: Ja 

Wirkstoffe: Protoanemonin (giftig, zerfällt beim Kochen), Vitamin C, Flavonoide 

Anwendungsbereiche: Traditionell gegen Skorbut, äußerlich bei Hautproblemen (nur nach Verarbeitung) 

Verabreichung: Gekocht essen, Umschläge (nur nach fachgerechter Zubereitung) 


Essbar: Ja (nur gekocht, roh giftig) 

Welche e-Teile: Junge Blätter, Blüten (gekocht) 

Giftig: Ja (roh wegen Protoanemonin) 

Welche g-Teile: Roh alle Teile giftig 

Verwechslungsgefahr mit: Andere gelbblühende Hahnenfußarten, die ähnlich aussehen können 


Verwendung in der Küche: Gekocht als Wildgemüse, Suppen, Salate (nachdem Giftstoffe entfernt sind) 

Beste Haltbarmachung: Frisch verwenden oder kurz blanchieren und einfrieren 

Lagerung der Pflanze: Kühl, feucht, kurzzeitig lagerfähig 

Das beste Rezept: Gekochtes Scharbockskraut als Spinat-Ersatz 

Die beste Speise: Scharbockskraut-Suppe oder -Pesto (nach gründlicher Zubereitung) 

Das beste Getränk: Nicht üblich 

Die beste Beilage: Passt zu leichten Frühlingsgerichten 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

    • 1.      Scharbockskraut – Ficaria verna subsp. verna 
    • 2.      Ficaria verna subsp. bulbifera 
    • 3.      Ficaria verna var. alpina 
    • 4.      Ficaria verna var. rosea 
    • 5.      Ficaria verna var. flore-pleno 
    • 6.      Ficaria verna var. minor 
    • 7.      Ficaria verna var. macrocarpa 
    • 8.      Ficaria verna var. pumila 
    • 9.      Ficaria verna var. purpurea 
    • 10.   Ficaria verna var. plena 

Drei häufig vorkommende Unterarten: 

  • -      Ficaria verna subsp. verna 
  • -      Ficaria verna subsp. bulbifera 
  • -      Ficaria verna var. alpina 

Drei selten vorkommende Unterarten: 

  • -      Ficaria verna var. rosea 
  • -      Ficaria verna var. flore-pleno 
  • -      Ficaria verna var. purpurea 

Guter Nachbar: Frühjahrsblüher wie Buschwindröschen, Märzenbecher 

Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen, die Konkurrenz erzeugen 

Beste Mischkulturen: Wildblumenwiese mit Frühjahrsblühern und schattenverträglichen Pflanzen 


Quellennachweis: 

Botanische Fachliteratur, Wildkräuterführer, Heilpflanzenlexika, europäische Flora-Datenbanken