Er ist unser beliebtester Speisepilz, roh oder gekocht ein gesunder Genuss. Mit diesem Pilzkultur-Set können Sie köstliche Champignons ganz einfach im Haus anziehen und schon nach 20-30 Tagen die ersten leckeren Pilze ernten. Komplett-Set im Anzucht-Karton mit ca. 3 kg Pilzsubstrat, Deckerde und Folienhaube.

 

Der Weiße Champignon ist der am häufigsten kultivierter Speisepilz weltweit und ein vielseitig genutztes Lebensmittel mit langer Tradition. Hier die ausführliche Übersicht:


Name (Deutsch): Weißer Champignon 

Botanischer Name: Agaricus bisporus 

Gattung: Agaricus 

Pflanzenfamilie: Champignonverwandte (Agaricaceae) 

Name im Volksmund: Kulturchampignon, Gartenchampignon, Speisepilz 

Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Es gibt wenige offiziell anerkannte Unterarten; Agaricus bisporus wird meist in Varietäten und Kultivare unterschieden, keine klar abgegrenzten Unterarten 


Anbauordnung: Kulturpflanze (Pilzzucht) 

Kulturart: Pilz / Kulturpilz 

Klimazone: Gemäßigte Zone (kontrollierte Anbaubedingungen) 

Erntezeitraum: Ganzjährig (je nach Zuchtbedingungen) 

Zehrer Art: Starkzehrer (benötigt nährstoffreiche Substrate) 


Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Benötigt steriles, nährstoffreiches Kompostsubstrat und kontrollierte Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen; Anbau meist in spezialisierten Betrieben 

Bemerkung: Enthält kein Chlorophyll, wächst nicht wie Pflanzen, sondern als Pilz; bildet Fruchtkörper auf organischem Substrat 

Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich auf Wiesen und Weiden mit organischem Material, heute fast nur noch kultiviert 

Beipflanzung und ihre Auswirkung: Nicht relevant, da Pilzanbau in kontrollierten Umgebungen erfolgt 


Blütenbeschreibung: Keine Blüten, sondern Fruchtkörper (Pilze) 

Blattbeschreibung: Nicht vorhanden 

Stamm-/Stielbeschreibung: Stiel (Stipe) weiß, stabil, ca. 3–6 cm lang 

Samenbeschreibung: Keine Samen; Vermehrung über Sporen (Graue bis braune Sporen) 

Art der Wurzler: Myzel (unterirdisches Pilzgeflecht) 


Geruch der Pflanze: Frisch, pilztypisch, angenehm 

Geschmack der Pflanze: Mild, nussig, leicht erdig 

Lebenszeitspanne: Fruchtkörper wenige Tage, Myzel kann jahrelang leben    

Ökologische Schädlingsbekämpfung: Hygiene und kontrollierte Bedingungen verhindern Schädlinge; biologische Bekämpfung von Schimmelpilzen möglich 


Keimer Art: Sporenkeimer (Lichtunabhängig) 

Keimdauer: Tage bis Wochen (Myzelwachstum) 

Keimtemperatur: 20–25 °C optimal 

Keimvorbereitung: Steriles Substrat, Pasteurisierung oder Kompostierung notwendig 

Keimfähigkeit in Jahren: Sporen kurzlebig, Myzel kann Jahre kultiviert werden 


Aussaatzeitraum: Ganzjährig in kontrollierten Anlagen 

Aussaat Tiefe: Myzel wird in Substrat eingearbeitet 

Abstand in der Reihe: Nicht relevant 

Abstand zur nächsten Pflanze: Nicht relevant 

Samen pro Pflanzloch: Nicht anwendbar 


Bevorzugte Beet Art: Spezielle Pilzsubstrate (Kompost, Stroh, Pferdemist) 

Idealer Boden: Nicht im Boden, sondern in Substrat gezüchtet 

pH-Wert des Bodens: Substrat pH 6,5–7,5 


Gießverhalten: Hohe Luftfeuchtigkeit, regelmäßige Bewässerung des Substrats 

Sonnenbedarf: Dunkelheit oder schwaches Licht bevorzugt 

Düngereinsatz: Substrat ist vorgedüngt 

Empfohlener Dünger: Nicht relevant, da Substrat vorgedüngt 


Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein 

Ist eine Rankhilfe nötig: Nein 

Ist ein Spalier notwendig: Nein 


Krautzuordnung: Kulturpilz, Gemüseersatz 

Mit Heilwirkung: Ja (sekundäre Pflanzenstoffe) 

Wirkstoffe: Polysaccharide, Proteine, Vitamine (B, D), Mineralstoffe 

Anwendungsbereiche: Immunstärkung, antioxidativ, ernährungsphysiologisch wertvoll 

Verabreichung: Essen, Extrakte in Nahrungsergänzung 


Essbar: Ja 

Welche essbaren Teile: Fruchtkörper (Pilz) 

Giftig: Nein  

Welche giftigen Teile: Keine bekannt 

Verwechslungsgefahr mit: Giftige Pilze wie Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) bei Wildsammlung, beim Kulturchampignon nicht relevant 


Verwendung in der Küche: Frisch, gebraten, gekocht, roh in Salaten, Suppen, Saucen 

Beste Haltbarmachung: Kühl lagern, innerhalb weniger Tage verbrauchen 

Lagerung der Pflanze: Kühlschrank, 2–4 °C, luftdicht verpackt 

Das beste Rezept: Gebratene Champignons mit Knoblauch und Petersilie 

Die beste Speise: Champignon-Rahmsauce 

Das beste Getränk: Nicht üblich 

Die beste Beilage: Pasta, Reis, Brot 


10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name): 

Agaricus bisporus wird nicht in Unterarten, sondern in Varietäten und Kultivaren unterschieden, z.B.: 

1.     Agaricus bisporus var. bisporus (Weißer Champignon) 

2.     Agaricus bisporus var. burnettii (Brauner Champignon) 

3.     Agaricus bisporus var. eurotetrasporus 

4.     Agaricus bisporus var. albidus 

5.     Agaricus bisporus var. pallidus 

6.     Agaricus bisporus var. minor 

7.     Agaricus bisporus var. sylvicola (Wildform) 

8.     Agaricus bisporus var. hortensis 

9.     Agaricus bisporus var. brunneus 

10. Agaricus bisporus var. candicans 


Drei häufig vorkommende Varietäten: 

-      Agaricus bisporus var. bisporus (Weißer Champignon) 

-      Agaricus bisporus var. burnettii (Brauner Champignon) 

-      Agaricus bisporus var. albidus 


Drei seltene Varietäten: 

-      Agaricus bisporus var. eurotetrasporus 

-      Agaricus bisporus var. minor 

-      Agaricus bisporus var. sylvicola 


Guter Nachbar: Nicht relevant (Pilzanbau in Substrat)  

Schlechter Nachbar: Nicht relevant 

Beste Mischkulturen: Nicht relevant für Pilzanbau 


Quellennachweis: 

-      Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) 

-      Fachliteratur zu Agaricus bisporus 

-      Bundesamt für Naturschutz (BfN) 

-      Diverse Pilzanbauhandbücher