Der Wilde Buchweizen (Fagopyrum cymosum) ist eine robuste, mehrjährige Pflanze, die als Verwandter des Kultur-Buchweizens gilt und vor allem in Asien kultiviert wird. In Europa ist er selten und wird hauptsächlich als Zier- oder Spezialpflanze angebaut. Hier wird er fälschlicherweise auch Baumspinat genannt.
Name (Deutsch): Wilder Buchweizen
Botanischer Name: Fagopyrum cymosum
Gattung: Fagopyrum
Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Name im Volksmund: Wild-Buchweizen, Mehrjähriger Buchweizen
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Keine offiziell anerkannten Unterarten in Europa bekannt
Anbauordnung: Kulturpflanze, gelegentlich Zierpflanze
Kulturart: Wiesenpflanze / Wildgemüse / Zierpflanze
Klimazone: Gemäßigte bis subtropische Zone
Erntezeitraum: Spätsommer bis Herbst (August bis Oktober)
Zehrer Art: Mittel Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Mehrjährig, robust, verträgt kühle Temperaturen gut, Samen enthalten keine Gluten
Bemerkung: Wird als Bodendecker, Gründüngung und Spezialnahrungspflanze genutzt
Bester Fundort in der Natur: Ursprünglich in Bergregionen Asiens, in Europa selten kultiviert oder verwildert
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Verträgt sich gut mit Hülsenfrüchten und Getreide, fördert Bodenfruchtbarkeit
Blütenbeschreibung: Kleine, weiße bis rosa Blüten in dichten, verzweigten Rispen
Blattbeschreibung: Herzw-förmige, spitze Blätter mit glatter Oberfläche
Stamm-/Stielbeschreibung: Aufrechter, verzweigter Stängel, grün bis rötlich
Samenbeschreibung: Dreieckige, glatte Samen, dunkelbraun bis schwarz, glutenfrei
Art der Wurzler: Flachwurzelnd
Geruch der Pflanze: Neutral bis leicht erdig
Geschmack der Pflanze: Samen nussig, Blätter mild
Lebenszeitspanne: Mehrjährig (2–5 Jahre)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Natürliche Schädlingsresistenz, Förderung von Nützlingen empfohlen
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 5–12 Tage
Keimtemperatur: 15–25 °C
Keimvorbereitung: Keine spezielle Vorbereitung nötig, Samen können vorquellen zur besseren Keimung
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Frühling (April bis Mai)
Aussaat Tiefe: Flach, 1–2 cm
Abstand in der Reihe: 30–40 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 40–50 cm
Samen pro Pflanzloch: 1–2
Bevorzugte Beet Art: Lockerer, gut durchlässiger Boden
Idealer Boden: Nährstoffreich, humos, leicht sauer bis neutral
pH-Wert des Bodens: 5,5–7,0
Gießverhalten: Mäßig feucht, keine Staunässe
Sonnenbedarf: Vollsonnig bis halbschattig
Düngereinsatz: Organisch, mäßig
Empfohlener Dünger: Kompost, organischer Volldünger
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Wildpflanze, Gemüse, Wiesenpflanze, Zierpflanze
Mit Heilwirkung: Nein (hauptsächlich Nährstofflieferant)
Wirkstoffe: Proteine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe
Anwendungsbereiche: Ernährung, glutenfreie Ernährung
Verabreichung: Essen (Samen und junge Blätter)
Essbar: Ja
Welche essbaren Teile: Samen, junge Blätter
Giftig: Nein
Welche giftigen Teile: Keine bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Anderen Polygonaceae-Arten, z.B. Kultur-Buchweizen (Fagopyrum esculentum)
Verwendung in der Küche: Samen als glutenfreie Getreidealternative, Blätter als Gemüse oder Salat
Beste Haltbarmachung: Trocknen der Samen, kühle Lagerung
Lagerung der Pflanze: Samen kühl und trocken lagern
Das beste Rezept: Buchweizenpfannkuchen oder -brei
Die beste Speise: Gekochte Samen als Beilage oder Brei
Das beste Getränk: Buchweizentee (aus Samen oder Blättern)
Die beste Beilage: Gemüse, Hülsenfrüchte
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
· Keine offiziell anerkannten Unterarten in Europa bekannt
Drei häufig vorkommende Unterarten:
· Nicht definiert
Drei seltenste Unterarten:
· Nicht definiert
Guter Nachbar: Hülsenfrüchte, Getreide, Kräuter
Schlechter Nachbar: Starkzehrende Pflanzen mit hoher Konkurrenz
Beste Mischkulturen: Mischkulturen mit Hülsenfrüchten und Getreide zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit
Quellennachweis:
- - Flora of China
- - Pflanzeninformationssysteme (FloraWeb, Infoflora)
- - Fachliteratur zu Buchweizenarten
- - Ökologische Landwirtschaftsratgeber
- Wikipedia: Fagopyrum cymosum