Name (Deutsch): Lavendel
Botanischer Name: Lavandula angustifolia (Echter Lavendel)
Gattung: Lavandula
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Name im Volksmund: Echter Lavendel, Gartenlavendel, Speiklavendel
Wieviele Unterarten gibt es in Europa: Ca. 15-20 Arten und Unterarten in Europa, vor allem im Mittelmeerraum
Anbauordnung: Kulturpflanze (Kräuter/Zierpflanze)
Kulturart: Kräuter, Zierpflanze
Klimazone: Mediterrane bis gemäßigte Zone
Erntezeitraum: Juli bis August
Zehrer Art: Schwach Zehrer
Wichtiger Hinweis zur Pflanze: Bevorzugt trockene, durchlässige Böden und sonnige, warme Standorte; empfindlich gegenüber Staunässe
Bemerkung: Duftendes, mehrjähriges Halbsträucher mit hoher Bienenfreundlichkeit
Bester Fundort in der Natur: Trockenrasen, felsige Hügel und sonnige Hänge im Mittelmeerraum
Beipflanzung und ihre Auswirkung: Gute Nachbarn sind Rosmarin, Thymian, Salbei; fördern gegenseitige Schädlingsabwehr und bestäuben sich gegenseitig
Was sind die besten Mischkulturen: Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano
Blütenbeschreibung: Kleine, violett bis blauviolette Blüten in dichten, ährenförmigen Blütenständen
Blattbeschreibung: Schmale, graugrüne, lanzettliche Blätter, aromatisch behaart
Stamm-/Stielbeschreibung: Verholzter, verzweigter Halbstrauch, 30–60 cm hoch
Samenbeschreibung: Kleine, braune Samen, rundlich bis oval
Art der Wurzler: Flachwurzelnd, aber robust
Geruch der Pflanze: Intensiv aromatisch, frisch, blumig, herb
Geschmack der Pflanze: Aromatisch, leicht bitter, würzig
Lebenszeitspanne: Mehrjährig, winterhart (je nach Art)
Ökologische Schädlingsbekämpfung: Fördert Nützlinge, wirkt abschreckend auf Blattläuse, Ameisen und andere Schädlinge
Keimer Art: Lichtkeimer
Keimdauer: 14–28 Tage
Keimtemperatur: 15–20 °C
Keimvorbereitung: Samen vor der Aussaat 24 Stunden in Wasser einweichen empfohlen
Keimfähigkeit in Jahren: 2–3 Jahre
Aussaatzeitraum: Februar bis April (unter Glas), Mai (im Freiland)
Aussaat Tiefe: 0,3–0,5 cm
Abstand in der Reihe: 30 cm
Abstand zur nächsten Pflanze: 40–50 cm
Samen pro Pflanzloch: 2–3
Bevorzugte Beet Art: Kräuterbeet, Steingarten, trockene Standorte
Idealer Boden: Sandig, kalkhaltig, gut durchlässig
pH-Wert des Bodens: 6,5–8,0
Gießverhalten: Mäßig, trockenheitsverträglich, Staunässe vermeiden
Sonnenbedarf: Vollsonnig
Düngereinsatz: Sehr sparsam, organisch bevorzugt
Empfohlener Dünger: Kompost, Kräuterdünger in kleinen Mengen
Ist das Anhäufen von Vorteil: Nein
Ist eine Rankhilfe nötig: Nein
Ist ein Spalier notwendig: Nein
Krautzuordnung: Würz- und Heilpflanze, Zierpflanze
Mit Heilwirkung: Ja
Wirkstoffe: Ätherisches Öl (Linalool, Linalylacetat), Gerbstoffe, Flavonoide
Anwendungsbereiche: Beruhigend, entzündungshemmend, antiseptisch, entspannend, bei Schlafstörungen, Hautproblemen
Verabreichung: Trinken (Tee), cremen, inhalieren, Tinkturen, Umschläge
Essbar: Ja
Welche e-Teile: Blüten, Blätter
Giftig: Nein
Welche g-Teile: Keine giftigen Teile bekannt
Verwechslungsgefahr mit: Lavandin (*Lavandula x intermedia*), der stärker duftet und mehrwüchsig ist, oder anderen Lippenblütlern mit ähnlichem Aussehen
Verwendung in der Küche: Aromatisieren von Süßspeisen, Gebäck, Kräutermischungen, Getränken und Salaten
Beste Haltbarmachung: Luftgetrocknet, schattig und luftig
Lagerung der Pflanze: Trocken, lichtgeschützt, luftdicht
Das beste Rezept: Lavendel-Honig-Kuchen
Die beste Speise: Süßspeisen und Kräutermischungen
Das beste Getränk: Lavendeltee oder Lavendel-Limonade
Die beste Beilage: Fruchtige Desserts
10 Unterarten in Europa (deutscher und botanischer Name):
1. Echter Lavendel – *Lavandula angustifolia*
2. Lavandin – *Lavandula x intermedia*
3. Schopflavendel – *Lavandula stoechas*
4. Speiklavendel – *Lavandula latifolia*
5. Französischer Lavendel – *Lavandula dentata*
6. Woll-Lavendel – *Lavandula lanata*
7. Korsischer Lavendel – *Lavandula multifida*
8. Spanischer Lavendel – *Lavandula pedunculata*
9. Berg-Lavendel – *Lavandula viridis*
10. Italienischer Lavendel – *Lavandula luisieri*
Drei häufig vorkommende Unterarten:
- - Echter Lavendel (*Lavandula angustifolia*)
- - Lavandin (*Lavandula x intermedia*)
- - Schopflavendel (*Lavandula stoechas*)
Drei selten vorkommende Unterarten:
- - Berg-Lavendel (*Lavandula viridis*)
- - Korsischer Lavendel (*Lavandula multifida*)
- - Italienischer Lavendel (*Lavandula luisieri*)
Guter Nachbar: Rosmarin, Thymian, Salbei, Majoran
Schlechter Nachbar: Pflanzen, die viel Wasser benötigen oder Schatten spenden
Was sind die besten Mischkulturen: Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei und Majoran für gegenseitige Schädlingsabwehr und optimale Standortbedingungen
Quellennachweis:
- „Pflanzenportrait: Lavendel“ – Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
- „Kräuter in Garten und Küche“ – Ulmer Verlag
- „Flora Europaea“ – Royal Botanic Gardens, Kew
- Diverse Kräuter- und Gartenratgeber